Für Genießer

Wurst im Naturdarm

Frankfurter und Wiener, Nürnberger und Thüringer, Landjäger und Cabanossi – so unterschiedlich die leckeren Würstchen auch sind, zwei Dinge haben sie gemeinsam: Sie sind die Klassiker unter den Fingerfood-Spezialitäten, und der Naturdarm verleiht ihnen den knackigen Biss.

Bei den rund 1.500 Wurstsorten, die es in Deutschland gibt, unterscheidet man zwischen drei Kategorien: Rohwurst, Brühwurst und Kochwurst.

Rohwurst

Rohwürste werden aus rohem Fleisch, kernigem Speck, Salz und Gewürzen hergestellt. Die zerkleinerte Wurstmasse wird dann in Naturdärme gefüllt; die Hülle muss atmungsaktiv, wasser- und dampfdurchlässig sowie elastisch sein, da die Würste im Laufe der Zeit Wasser abgeben und schrumpfen. Der Naturdarm ist also erste Wahl. In klimatisierten Räumen reifen Rohwürste dann bei 15 bis 22 Grad Celsius. Insgesamt gibt es rund 560 verschiedene Rohwurst-Sorten – darunter Landjäger, Cabanossi und Debrecziner.

Brühwurst

Auch Brühwürste werden aus rohem Fleisch und Speck sowie Salz und Gewürzen hergestellt. Der Trick dabei: Beim Zerkleinern des Fleisches geben die Wurstexperten fein gestoßenes Eis dazu. Dadurch ergibt sich ein gleichmäßiger Fleischteig. Dieser wird dann – je nach Sorte – mit Pökelsalz oder Kochsalz gewürzt, in die entsprechenden Hüllen gefüllt und anschließend gebrüht oder geräuchert. Zu den rund 780 Brühwurstsorten gehören Bockwurst, Wiener und Frankfurter Würstchen, die erst durch den Naturdarm den typischen Knackeffekt bekommen. Auch Thüringer und Nürnberger Rostbratwürste sowie Münchner Weißwurst zählen zu den Brühwürsten.

Kochwurst

Leberwurst, Blutwurst und Sülze sind bekannte Vertreter der rund 360 verschiedenen Kochwurstsorten, die bei uns angeboten werden. Wichtiges Detail bei der Herstellung: das Kochen von Fleisch, Speck und Innereien vor und nach dem Abfüllen in die Hülle. Einige Sorten werden zusätzlich geräuchert. Kleiner Tipp: Erkennungs­merkmal von Kochwürsten im Naturdarm ist die ungleichmäßige, natürlich geformte Oberflächenstruktur.