Wurst selber machen

„Wurst machen ist so kreativ wie kochen!“ Das behauptet Profikoch Wolfgang Müller. Und tatsächlich, selber wursten ist einfacher als man denkt und bietet viele Möglichkeiten, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Fleisch, Gemüse, Kartoffeln, statt auf den Teller kann man das alles direkt in eine Wurst packen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Surf’n’Turf-Wurst mit Schweineschulter, Garnelen, Knoblauch und Zitronengras? Oder eine griechische Variante mit Schweinenacken, Feta, Paprika und Oliven?

Doch nicht nur der Inhalt ist wichtig, auch die Verpackung muss stimmen: Experten setzen dabei auf Naturdarm, denn die natürliche Hülle trägt wesentlich zur Qualität einer guten Wurst bei. Zudem macht der Naturdarm die Würstchen besonders knackig und sorgt für den richtigen Biss. Hochwertiges Fleisch und die passende „Hülle“ können Hobby-Wurstproduzenten beim Fleischereifachgeschäft ihres Vertrauens bestellen. Viele bieten extra Naturdärme für die eigene Wurstherstellung an.

In Workshops können Kochbegeisterte den Profis bei der Wurstproduktion live über die Schulter gucken und erfahren dabei alles rund um das Thema „Wursten“. Wir waren auf der eat&STYLE Messe in Hamburg bei einem Workshop von Wolfgang Müller und haben ein Video sowie viele Tipps zur eigenen Wurstherstellung mitgebracht.

Was man zum Wursten braucht

  • Naturdarm (Infos, welcher Darm sich eignet, gibt es hier)
  • Fleisch für das Brät
  • Gewürze
  • weitere Zutaten nach Belieben
  • Fleischwolf
  • Wurstfüllmaschine oder Wurstfüllhorn für die Küchenmaschine

Tipps

  • Naturdarm wird durch Salzlake haltbar gemacht, daher vor dem Verarbeiten mindestens 15 Minuten wässern, damit die Wurst nicht zu salzig wird.
  • Das Brät sollte einen Fettanteil von mindestens 15-20 % haben, wenn man mageres Fleisch verwendet also am besten noch einen Anteil Schweinebauch oder Speck hinzugeben.
  • Zwiebeln nicht mit in den Fleischwolf geben, da die Zwiebel mit dem Metall der Messer oxidiert.
  • Fleischmasse in der Wurstfüllmaschine gut zusammendrücken, damit sich keine Luftblasen bilden.
  • Wenn der Darm gefüllt ist, nur jede zweite Wurst abdrehen, da sonst die letzte Wurst wieder aufgedreht wird (s. Video).
  • Schweine-, Rinder- oder Lammwürste lassen sich gut auf Menge produzieren und einfrieren. Geflügelwurst lieber gleich verwerten, damit sich keine Keime bilden.

Wurst selber machen in 8 Schritten

1. Vorbereitung: Naturdarm gut wässern.
Naturdarm wässern

2. Fleisch in Stücke schneiden und durch den Fleischwolf geben.
Fleisch in den Fleischwolf geben

3. Brät würzen und ggf. mit weiteren Zutaten verfeinern (Gemüse, Kräuter etc.). Gut durchmischen.
Brät würzen und mischen

4. Brät in die Wurstfüllmaschine geben, dabei gut andrücken und schon soweit in das Füllhorn drücken, dass die Masse vorne zu sehen ist.
Fleisch einfüllen

5. Wasser aus dem Naturdarm drücken und ihn über das Wurstfüllhorn stülpen, das lose Ende zuknoten.
Naturdarm aufziehen

6. Brät in den Naturdarm füllen, dabei mit Daumen und Zeigefinger kontrollieren, dass die Wurst gleichmäßig dick wird.
Brät in Naturdarm füllen

7. Würste auf gewünschter Länge abdrehen, dabei immer eine auslassen und die nächste in entgegengesetzter Richtung drehen.
Wurst abdrehen

8. Zubereiten und genießen!
08_Geniessen